Ständiges Niesen, juckende oder tränende Augen – während der Frühling die Natur rundherum zauberhaft erblühen lässt, bricht die für Pollenallergiker:innen unangenehmste Jahreszeit an. Was Sie über Pollen wissen müssen und wie der Pollenflugkalender der MedUni Wien unterstützen kann, erfahren Sie hier.
Pollenallergien werden durch den eingeatmeten Blütenstaub (Pollen) von Pflanzen wie Bäumen, Sträuchern oder Gräsern ausgelöst. Die Pollen führen durch eine allergische Reaktion zu verschiedenen Symptomen, wie etwa Schnupfen oder Bindehautentzündung. Anders als andere Allergien haben Pollenallergien einen streng saisonalen Verlauf, das heißt Symptome treten bei Betroffenen nur während der Blütezeit jener Pflanzen auf, auf deren Pollen sie allergisch sind.
In Österreich werden grob vier Pollenbelastungswellen durch die häufigsten Allergieauslöser unterschieden:
- Belastungswelle 1 – Jänner bis März: Erlen- und Haselpollen
- Belastungswelle 2 -April: Eschen- und Birkenpollen (Hasel, Erle und Birke zählen zu den Buchengewächsen, hier sind auch sogenannte Kreuzreaktionen zwischen Allergien möglich)
- Belastungswelle 3 – Mai bis Ende Juli: Gräserpollen
- Belastungswelle 4 – August bis Oktober: Beifuß- und Ragweedpollen
Die häufigsten Symptome einer Pollenallergie sind gerötete und juckende Augen, Niesen und verstopfte oder laufende Nase. Es kann sich außerdem allergisches Asthma entwickeln. Beim Verdacht auf eine Pollenallergie sollte ein Allegietest durchgeführt werden.
Das können Sie selbst tun:
- Pollenservice nutzen
Das Pollenservice der MedUni Wien bietet Flugvorhersagen und Empfehlungen auf Basis von wissenschaftlich ausgewerteten Daten mit dem Ziel, Betroffene in Wien möglichst umfassend, treffsicher und unentgeltlich zu informieren. - Pollen aus dem Wohnraum fernhalten
- Luftreiniger mit HEPA-Pollenfilter verwenden
- Oberflächen feucht wischen (Staubsaugen wirbelt Pollen auf)
- Fenster tagsüber geschlossen halten
- Im Freien getragene Kleidung und Schuhe nicht im Wohnbereich tragen
- Wäsche drinnen trocknen (feuchtes Gewebe nimmt Pollen gut auf)
- Achtung bei Zimmerpflanzen
Bestimmte Zimmerpflanzen können bei Betroffenen Beschwerden hervorrufen (blühende Pflanzen wie Crysanthemen, Orchideen, Usambaraveilchen, Ringelblumen, Bromelien, etc.) Für Allergiker:innen geeignet sind diese Zimmerpflanzen: Bergpalme, Bogenhanf (Sansevieria), Efeu, Farne, Goldfruchtpalme, Grünlilie, Schefflera, Glücksfeder, Aloe Vera. - Alkohol und Rauchen meiden
Alkohol erweitert die Blutgefäße und macht die Nasenschleimhaut durchlässiger, wodurch Allergieauslöser leichter in die Blutbahn gelangen. Auch Tabakrauch und ähnliche Substanzen, die die Atemwege zusätzlich reizen können, sollten vermieden werden.
Rufen Sie 1450 an, wenn
- Sie Fragen zu Allergien oder Allergieauslösern haben
- Ihre Symptome intensiver werden
- Sie Auskünfte zu Allergiemedikamenten benötigen
- Anzeichen von allergischem Asthma (starker Husten, Kurzatmigkeit und/oder plötzlicher Atemnot) auftreten
Für weitere Informationen steht Ihnen 1450 Wien täglich von 0 bis 24 Uhr zur Verfügung.







